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Reykjavik

Gute 50 Kilometer vom Flughafen in Keflavik liegt mit Reykjavik die nördlichste Hauptstadt der Welt. Laut dem Landnahmebuch ließ sich mit Besiedlung des Landes im 9. Jahrhundert der erste dauerhafte Siedler, der norwegische Wikinger Ingólfur Arnarson, dort nieder, wo heute Reykjavík liegt. Heute lebt rund die Hälfte der 338.000 Einwohner Islands in der Hauptstadt und ihren Nachbargemeinden. Und das trotz zahlreicher aktiver Vulkane und knapp 12.000 Quadratkilometer Gletschereis unter offenbar derart guten Bedingungen, dass man mit einer Lebenserwartung von 85 Jahren bei Frauen und 81 Jahren bei Männern an der Weltspitze liegt.

Mit ihren bunten Gebäuden, herzlichen Menschen und atemberaubender Landschaft in direkter Umgebung begeistert Reykjavik auch Besucher auf Anhieb für das gesamte Land. Sowohl im Sommer als auch im Winter gibt es für Aktive eine große Auswahl an Möglichkeiten, wie Tauchen, Gletscher-Skilaufen, Exkursionen in Raupenfahrzeugen auf Europas grösstem Gletscher, Quad-Touren, Angeln, Mountainbiking oder Kajakwandern. Zudem befindet sich auf Island mit dem Vatnajökull, der größte Nationalpark Europas. Ein ganz besonderes Highlight stellen die Polarlichter dar.








Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten

Hallgrimskirkja

Herausragender Anblick: Die Kirche Hallgrímskirkja.

Reykjavik bietet eine magische Kombination aus Vergangenheit und moderner Metropole, gespickt mit viel Kreativität, einer lebendigen Musikszene und typisch nordischer Architektur. Zu den Hauptattraktionen gehört die berühmte Kirche Hallgrímskirkja, das höchste Gebäude des Landes, von deren Turm aus man einen 360 Grad Blick über die Stadt bis hin zum Snæfellsjökull hat. Direkt am Hafen von Reykjavik liegt das Konzerthaus Harpa, das vor allem wegen seiner mit dem Mies-van-der-Rohe-Preis ausgezeichneten Architektur einen Besuch wert ist.

Da Island prädestiniert für Aktivitäten rund um Natur und Wildtiere ist, verlassen mehrere Boote täglich Reykjavik zu mehrstündigen Exkursionen zur Beobachtung von Walen, Delfinen und Papageientauchern. Mit dem Mietwagen oder einer gebuchten Tagestour geht es zu den Geysiren und Wasserfällen unweit der Hauptstadt. Direkt vom Flughafen Keflavik erreicht man die Blaue Lagune, eine natürliche heiße Quelle mit stechend blauem Wasser, die zu jeder Jahreszeit ein ganz besonderes und vor allem wohltuendes Erlebnis ist. Reitausflüge mit Islandponys werden auf der gesamten Insel angeboten.

Highlight: Aurora Borealis

Polarlichter

Polarlichter. © Ragnar Th Sigurdsson

Ein besonderes Naturschauspiel, welches man vor allem in den Wintermonaten beobachten kann, ist die Aurora Borealis. Dabei handelt es sich um eine Leuchterscheinung, die beim Auftreffen beschleunigter geladener Teilchen aus der Magnetosphäre auf die Atmosphäre hervorgerufen wird.

Bei klarem Himmel kann man die bunt leuchtenden Nordlichter sogar über der Stadt genießen. Ein weitaus imposanteres Erlebnis bietet jedoch eine Nordlichtersafari in die unmittelbare Umgebung, entweder auf eigene Faust oder über einen der vielen lokalen Veranstalter.

Um einzuschätzen, ob es sich lohnt wachzubleiben und aus dem Fenster zu schauen, sind eine Reihe von Faktoren zu beachten. Zu diesem Zwecke stellt das isländische Wetteramt auf seiner Website eine praktische Vorhersage zur Aurora-Aktivität bereit.

Website des isländischen Wetteramtes

Kulinarisches

isländisches Kabeljau-Gericht

Kabeljau auf isländische Art zubereitet.

Die Basis isländischer Küche ist ohne Frage die Frische. Die Fische kommen direkt aus den Meeren rund um die Insel, das Fleisch von Tieren, die fernab der Städte grasen und überraschenderweise gibt es auch viel einheimisches Gemüse, welches größtenteils in Gewächshäusern gedeiht. Neben Fisch gehört vor allen Dingen Lammfleisch zu den Spezialitäten der isländischen Küche. Hin und wieder kommt aber auch Rentier auf den Tisch.

Zu den traditionellen Spezialitäten gehören Skyr, eine Art Frischkäse, die auch in deutschen Supermärkten Beliebtheit erfährt, Stockfisch und geräuchertes Lammfleisch namens Hangikjöt. Zudem findet man in vielen Supermärkten fermentierten Hai, der nach wie vor als Spezialität gilt.

Wer schnelles Essen bevorzugt, geht keinesfalls leer aus, auch wenn dies in Island häuf nicht viel preiswerter ist, als ein Restaurant-Besuch. Ein typisch isländisches Schnellgericht ist die „pylsa“. Dabei handelt es sich um ein Würstchen in einem weichen Brot mit Ketchup, Senf, Remoulade, sowie rohen und gegrillten Zwiebeln.

Weiterreise

Von Reykjavik aus bietet sich eine Rundreise über die Insel an, entweder mit dem Mietwagen oder in einer gebuchten Bustour. In wenigen Tagen erkundet man die Gegend rund um den sogenannten Goldenen Ring in Südwest Island mit dem Nationalpark Þingvellir, wo zwei Kontinentalplatten aufeinander treffen, dem großen Geysir, dem Wasserfall Gulfoss und den heißen Quellen um Laugarvatn.

Wer etwas mehr Zeit mitbringt, begibt sich auf die Ringstraße und erkundet das im Süden liegende Dorf Vík í Mýrdal, mit seinen schwarzen Lavastränden, die beeindruckende Gletscherlagune Jökulsarlon, die wüstenähnlichen Gegenden der Mödrudalsöraefi oder den Wasserfall Godafoss, welcher im Volksmund auch „Wasserfall der Götter“ genannt wird.

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